Wir feiern 80 Jahre Wienerroither - der Bäck' vom See

Tag der offenen Backstube am 14. Oktober 2017

Am 14. Oktober 2017 hatten wir Gelegenheit, einen runden Geburtstag zu feiern: der Wienerroither wurde 80! Und da wir ohne unsere Kunden noch so viel Brot backen und trotzdem kein Jubiläum zelebrieren könnten, wollten wir gemeinsam mit ihnen feiern - und zwar direkt in unserer Backstube.

Entlang unseres bereits bewährten Erlebnispfades mit vielen interessanten Stationen konnten unsere Gäste auch   diesmal    wiederum    unsere    Meisterbäcker   und

Zuckerkünstler in Action hautnah erleben, sich unterwegs natürlich auch mit den frisch gebackenen Köstlichkeiten stärken und Wienerroither-Geschmack mit nach Hause nehmen - ob in natura im Krapfenkarton oder per Gutschein, der am Glücksrad gewonnen wurde. Viel Spaß gab es auch in der Fotobox, wo vom Bäcker-Spielen bis hin zur Tortenschlacht alles möglich war. Wer's versäumt hat, ist selber schuld, aber zum Trost hier ein paar Eindrücke von unserem Meisterfotografen Martin Assam:

Und das war der Tag der offenen Backstube

Der Bäck' vom See erzählt

Eigentlich begann alles ja schon am Freitag, dem 13. so gegen 20 Uhr. Da erschienen nämlich unsere ersten Bäcker zur Arbeit. Es sollten lange, intensive 24 Stunden für sie werden.

Zuerst hieß es den regulären Back- und Lieferbetrieb aufrecht zu erhalten und genügend für alle Filialen zu backen. Nun, das machen unsere Mitarbeiter ja tagtäglich, doch an diesem Samstag lag die Deadline bei 10 Uhr vormittags. Eine Herausforderung!

Gleich darauf rückte nämlich unser Putztrupp an, um alle Produktionsräume für unsere Besucher auf Vordermann zu bringen. Und dann ging’s richtig los: Maschinen wurden verrückt, Dekomaterial angeschleppt, Fernsehschirme montiert, Stehtische ausgeladen, Bierbänke umgeklappt, Zelte aufgestellt, Ballons aufgeblasen, Getränke eingekühlt, Marzipan gefärbt, Mädchen frisiert und geschminkt, Schürzen gebügelt, Teige gemischt, Apfelfülle durchgerührt, Schaumrollen aufgewickelt, Leberkäse gebacken, Nudeln gedämpft, Gemüse arrangiert, Musikboxen eingerichtet, Stationen aufgebaut und schließlich ein langer gelber Teppich für unsere Gäste ausgerollt.

Kurz bevor wir die Türen unserer Backstube dann allen Interessierten öffneten, beehrte uns noch unser Pörtschacher Pfarrer Joseph Thamby Mula, der alle Räumlichkeiten und die Menschen, die hier arbeiten, segnete. Dann waren wir bereit für den Ansturm.

Und was für ein Ansturm es war! Am Ende des Tages durften wir unglaubliche  1.762 Gäste zählen, das sind etwa 6 Besucher pro Minute.

Gleich am Eingang zum Expedit gab es die Möglichkeit, eine All-you-can-eat-Box zu erstehen, die daraufhin nach Lust und Laune gefüllt werden durfte. Wer es bis zur ersten Station geschafft hatte, konnte sich dort am Brot-Machen versuchen und seine Nase ganz tief in die Gewürzschalen tauchen.

Im Anschluss daran erzählte unser Backstubenleiter René allen Interessierten

wie das beim Teig-Mischen heutzutage so abläuft – Computerschulung inklusive.

Einige Mutige legten sogar Hand an. Bravo!

 

Die zweite Station mit dem Thema Handwerk stellte verschiedene Gebäckstücke und

ihre Herstellung vor. Vom Drehen der Dinkelwurzel, die aus einem besonders

weichen Teig geformt wird, bis hin zum Zuckerreinkerl-Füllen war hier die Vielfalt des

Bäckerhandwerks zu sehen.

Danach konnte man die Öfen bestaunen, die sich natürlich seit den Anfängen

unserer Bäckerei in unglaublicher Weise weiterentwickelt haben. Vom Dampfofen

mit Kohlefeuerung zu modernen hochtechnologischen Stickenöfen in 80 Jahren.

Auch wurde dort eine Auswahl unserer Brote und Weckerl auf unserem alten

Leiterwagen von Harald wunderschön präsentiert.

Die Krapfenstation mit Yvonne war Nummer vier auf dem Lageplan und – glaubt mir - wer einmal in so einen frisch gebackenen Krapfen gebissen hat, wird das so schnell nicht vergessen. Es ist einfach überirdisch gut.

Isabella und Hildegard luden bei Station 5 - "Süße Kunst" - ein, doch einmal selbst eine Marzipanrose zu formen und gemeinsam mit Ramona konnten unsere Besucher sich im Airbrushen versuchen. Besonders die kleine Gloria wollte dort gar nicht mehr weg!

In der sechsten Station, die sich mit verschiedenen Mehlspeisen befasste, wurde von Alex Apfelstrudel hauchdünn ausgezogen, gefüllt und gebacken und von den Gästen auch gleich verkostet – mmmmmhhh – mit warmer Vanillesauce! Die frischen Schaumrollen von Jasmin, Christina und Karin waren auch nicht zu verachten. Köstlich, kann ich nur sagen! Und auch unser Käseschlingel hat sich – wie man es von einem Schlingel eben erwartet - ins Programm eingeschlichen; hergestellt mit feinem Käse von der Kaslab’n aus Radnthein, die übrigens auch Verkostungen durchführte.

Nach so viel Anschauen und Ausprobieren konnten sich alle Besucher beim Goritschnigg, der Norischen Nudlwerkstatt und Obst & Gemüse Robitsch stärken. Und wer gerne Suppe isst, war bei Elke und Bernhard von Best of the Rest in guten Händen. Sie boten eine Brotsuppe mit Sauerrahm und Frühlingszwiebeln an und zeigten allen, was man aus gerettetem Brot so alles zaubern kann. Vielen Dank Euch allen für Euer Mit-Tun und die köstlichen Schmankerl!

Nach einer Stärkung und einem Getränk in der warmen Oktobersonne war es Zeit, sich am Glücksrad, der siebenten Station, zu versuchen. Jeder durfte einmal drehen und seinen Preis gleich mitnehmen.

Und noch etwas konnte man gleich mitnehmen: eine Momentaufnahme dieses schönen Tages direkt aus der Fotobox.

Für weitere Unterhaltung sorgten die vielen lustigen Kurzfilme vom Bäck‘ am See und Deejay Tomz, der den Tag der offenen Backstube musikalisch untermalte.

Wir – die Familie Wienerroither – möchten uns bedanken:

 

Danke unseren Mitarbeitern, die diesen Marathon-Tag einfach bravourös mitgemacht und vieles in Eigenregie eingebracht haben. Ohne Euch wäre das überhaupt undenkbar gewesen.

Danke auch allen Besuchern, die sich an diesem wunderschönen Herbsttag die Zeit genommen haben, bei uns vorbeizuschauen – wir fühlen uns geehrt und freuen uns über das riesige Interesse.

Wir danken unserem Pfarrer, Joseph Thamby Mula, für seinen Segen und seine Anwesenheit bei unserem Fest. Er ist, wie Pfarrer Martin Madrutter, eine große Bereicherung für unsere Gemeinschaft im Ort.

Vielen Dank für ihren Besuch und die persönlichen Glückwünsche an unsere Pörtschacher Frau Bürgermeister Silvia Häusl-Benz und auch Herrn Bürgermeister Herbert Gaggl aus Moosburg.

Danke der Wirtschaftskammer Kärnten für die Verleihung der Ehrenurkunde zum 80. Jubiläum durch Präsident Jürgen Mandl, SpartenobmannStv. Mag. Andrea Biro-Unzeitig und Spartenobmann Klaus Kronlechner. Schön, dass Ihr mit dabei wart. An dieser Stelle auch gleich ein Dankeschön an Landesinnungsmeister Martin Vallant und den Bundesinnungsmeister der Bäcker, Josef Schrott, der die Anreise nach Kärnten nicht gescheut hat.

Ebenso vielen lieben Dank an Gaby Schaunig und Dipl.-Ing. Christian Benger für die Überreichung des Kärntner Landeswappens. Wir freuen uns sehr darüber!

Zu guter Letzt auch noch Danke an alle Kollegen und ehemaligen Mitarbeiter, die extra zu unserer Geburtstagsfeier angereist sind. Es war wunderschön, Euch wiederzusehen! In Vertretung aller möchten wir Herrn Walter Taferner hervorheben, der bei uns gemeinsam mit Günther Stossier in den 50er-Jahren beim Wienerroither das Handwerk des Bäckers erlernt und am 3. Juni 1959 die Gesellenprüfung abgelegt hat. Er war somit – gemeinsam mit Gitta Treiber - unser „dienstältester“ Besucher!

Ihr seht, wir haben wirklich allen Grund dankbar zu sein. Und wir freuen uns schon sehr auf das, was noch so kommen wird. Gemeinsam kriegen wir's ganz sicher hin.

Bis zum nächsten Jubiläum!

Herzlichst

Euer Bäck vom See!