Unsere Faschingskrapfenaktion beginnt am 11. 11. 2009!

Es hat sich inzwischen schon als gute Tradition eingebürgert, den Faschingsbeginn am 11. November mit einer zünftigen Krapfenaktion zu begehen.
Also backen wir auch heuer wieder fleißig die beliebten Faschingskrapfen und haben dazu für Sie natürlich auch ein spezielles Angebot:

Mmmmmhhhh - Faschingskrapfen!

Unsere laufende Aktion zum Mitnehmen:

6 Stück locker-leichter, köstlicher, flauschiger, süßer, duftiger, frischer, marillenmarmeladegefüllter, staubbezuckerter Wienerroither-Faschingskrapfen zum Preis von 5!!!

Für alle, die gerne mehr über den Ursprung und die Bedeutung des Krapfens wissen möchten, haben wir hier einige Informationen zusammengestellt:


Der Krapfen im österreichischen Brauchtum:

Besonders im Alpenraum unseres Landes hat dieses Schmalzgebäck große Bedeutung für das Brauchtum:

1.) Allerheiligen und Allerseelen: In der Gegend um Lienz und Kals ziehen Burschen bzw. Kinder mit langen Stangen, an denen hölzerne Tierköpfe mit klappernden Unterkiefern befestigt sind, von Hof zu Hof um Gaben (Krapfen, Äpfel, Geld,....) für die "Armen Seelen" zu erbetteln. Diese Krapfen- schnapper oder -schnaggler bringen den Großzügigen dabei Segen, können aber die Geizigen im nächsten Jahr auch ins Unglück stürzen.

2.) Weihnachten, Rauhnächte und Dreikönig: Im Tiroler Gebiet waren zur Weihnachtszeit prächtige "Krapfenstöcke" der Stolz jeder Bäurin. Dabei wurden Krapfen in Milch eingeweicht, zu einem Turm aufgebaut, mit Mohn, Kletzenbrei und Zucker bestrichen und dick mit Schmalz und Honig übergossen. Na Mahlzeit!! An die "Rauhnachtler" und "Glöckler" werden auch heute noch gerne Bauernkrapfen ausgeteilt, und zu Dreikönig sollte man besonders fett essen, damit "...das Messer der Frau Percht abglitscht..."

3.) Fasching und Fastenzeit: Im Fasching sind süße und pikante Krapfen heute noch Hauptbestandteil der Mahlzeiten. Auch in Ost-Österreich durften nach Lichtmeß erstmals wieder Krapfen gebacken werden - oft bis in die Fastenzeit hinein. In Vorarlberg bricht am 1. Fasten-Sonntag (=Funken-Sonntag) ein allgemeines "Küechli-Backen" aus. Diese "Funken-Küechli" waren früher auch ein Verlobungszeichen: Sie wurden vom Mädchen geschmückt und dem Auserwählten auf den Hut genäht, oder - ganz einfach - von den Schulkindern im Walsertal frisch verspeist!


"Krapfengeschichte"

Schon im Jahre 1786 wird in der "Wiener Zeitung" das Gewerbe der "Krapffenpacherinnen" zum erstenmal erwähnt, und zwar in folgender Anzeige:
"...In der Bayrischen Küchelbäckerei beim roten Turm in dem Haus zur Gans am Bergel Nr. 657, im Gewölbe zur Bayrin genannt, sind Krapfen täglich warmer zu bekommen. Gefüllte, das Stück für 2 Kreuzer und ungefüllte für 1 kr., auf Bestellung auch solche für 3 kr..."

Will man der "Wiener Theaterzeitung" von 1840 Glauben schenken, soll im Jahre 1615 eine "...Mandoletti-bäckerin bei dem Pailertor mit Namen Cäcilia Krapfen..." die Faschingskrapfen erfunden haben, "...welches kostbare Gebäck alsogleich auch ihrem Namen erhalten, von vielen Leuten aber auch Cilly-Kugeln benannt, von Vornehmen jedoch Faschingskrapfen betitelt wurde. Die gefüllten Krapfen kamen aber erst später in Mode, als ein fremder Herzog bei Hof speiste und sich's gut geschehen ließ und gar sehr für süße Sülzen eingenommen war..." Der historische Wert dieses Artikel kann allerdings in Frage gestellt werden, zumal Belege für Vorformen des Krapfengebäckes bis in die Antike (!) verfolgt werden können.

Allerhand also, was der Krapfen schon auf dem Buckel hat, nicht wahr? Für uns allerdings sollte es reichen, einfach hineinzubeissen und zu genießen!

Mahlzeit!!! ...und einen besonders lustigen Fasching!!

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