Wissenswertes aus der "Fibel für Teefreunde und Genießer" (herausgegeben von Teekanne)

Weil es uns Ihr Teegenuß am Herzen liegt - unser Teeangebot und -service wurde von Teekanne und Gault Millau mit dem Goldenen Teeblatt ausgezeichnet - möchten wir Ihnen hier mehr zum Thema Tee erzählen. Spätestens wenn es draussen wieder kälter wird und man nach einem Spaziergang in der frischen Herbstluft nur allzugerne in die warme Stube zurückkehrt, wird es Zeit den Teekessel auszupacken und sich ab und zu eine Tasse dieses köstlichen wärmenden Getränkes zu gönnen.

Karin und Martin Wienerroither bei der Verleihung des Goldenen Teeblatts

Das Goldene Teeblatt für den Teegenuss in unserem Café in Pörtschach

Am Montag, den 17. Oktober 2005 wurden wir von Teekanne in Zusammen­arbeit mit Gault Millau für unsere Bemühungen um die Teekultur im Kaffee­haus mit dem Goldenen Teeblatt ausgezeichnet.
Die Preisverleihung fand unter dem Motto "Teekultur des Orients" im Rahmen eines inspirierenden Abends mit orientalischen Spezialitäten und sinnlichen Genüssen für Gaumen, Augen und Ohren im Aux Gazelle in Wien statt und wurde von Mag. Bernhard Zoller und Karl Hohenlohe durchgeführt.

Die lange Erfolgsgeschichte des Tees - rund fünfhundert Jahre lang genießen wir Europäer dieses Getränk, Chinesen tun dies schon viel länger - begann mit einem Windhauch: Der Kaiser Shen-Nung (2737 v. Chr.) soll sehr auf Sauberkeit geachtet und sein Trinkwasser immer abgekocht haben. Eines Tages wehte ein Windstoß eine Handvoll Blätter in den Kessel mit kochendem Wasser, färbten es golden und gaben ihm ein angenehmes Aroma. Es heißt, der Kaiser habe das Getränk probiert und sich nach dem Genuss herrlich erfrischt gefühlt.

Ursprünglich galt Tee in China als Medizin. Erst nach und nach wurde er zum beliebten Genussmittel. Von Tibet bis Ostfriesland, von China bis Südafrika trinken Milliarden von Menschen Tee, denn er regt an und nicht auf, ist kalorienfrei, löscht den Durst bei Hitze und wärmt im Winter, hat eine Unzahl von Geschmacksvarianten und gesundheitsfördernde Eigenschaften.

Die wichtigsten Inhaltsstoffe des Tees sind Koffein (identisch mit der früheren Bezeichnung Teein) und Polyphe­nole (in früheren Publikationen auch Gerbstoffe oder Tannine genannt). Dem Koffein verdankt der Tee seine anregende und das zentrale Nervensystem stimulierende Wirkung. Polyphenole und ätherische Öle geben dem Tee seinen Charakter, seine Wirkung auf Magen und Darm und je nach Ziehzeit seinen Geschmack.

Heute ist nachgewiesen und sicher: Tee ist ein gesundheitsrelevantes Getränk mit eindeutigen pharmako­lo­gischen Wirkungen. Für eine medizinische Therapie eignet sich Tee allerdings nicht, wenn auch seine gesund­heitsfördernde und Krankheiten vorbeugende Wirkung außer Zweifel steht. So wirkt er aufgrund seines hohen Polyphenolgehaltes nachweislich vorbeugend bei Gefäßerkrankungen und degenerativen Veränderungen von Zellen (Krebs), senkt den Cholesterinwert und ist gut für den Stoffwechsel.

Der richtige Umgang mit dem Tee in der Tasse ist das A und O für Geschmack und Genuss. Damit "der Trank der Götter" sein Aroma am besten entfalten und zum wahren Geschmackserlebnis für Sie und Ihre Gäste werden kann, sollten Sie folgende Hinweise beachten:

1.) Beste Qualität:
Selbst bei einwandfreier Zubereitung wird ein minderwertiger Tee niemals zum Geschmackserlebnis. Sparen Sie daher nicht bei der Qualität, denn dann sparen Sie auch beim Genuss.

2.) Gutes Wasser:
Prinzipiell hat Österreich eine hervorragende Wasserqualität, daher eignet sich frisches Leitungswasser gut für die Tee-Zubereitung. Heimisches Wasser wird durch den vertrauten Geschmack als neutral empfunden, was für die Reinheit des Teearomas wichtig ist. Wohnen Sie in einer Gegend mit sehr hartem (d.h. kalkhaltigem) oder stark chlorhaltigem Wasser, sollten Sie entweder stilles Mineralwasser ohne starken Eigengeschmack nehmen, Ihr Leitungswasser mit einem solchen stillen Mineralwasser mischen oder das Teewasser mindestens zwei bis drei Minuten sprudelnd kochen lassen, damit sich der Kalk absetzen bzw. das Chlor entweichen kann.

3.) Richtige Dosierung:
Tee schmeckt gehaltvoller, wenn er etwas kräftiger zubereitet wird. Er wird nicht stärker durch längeres Ziehenlassen. Die Stärke des Tees ist abhängig von der richtigen Dosierung. Grundsätzlich gilt: ein Beutel pro Tasse und 3 Beutel für eine Kanne Tee. Bei losem Tee gilt ein Löffel Tee pro Tasse und bei einer Kanne Tee gilt ein Teelöffel pro Tasse und zusätzlich einer für die Kanne - wie die Engländer sagen. Das heißt, bereiten Sie Tee in einer Kanne zu, sollte es ein Löffel Tee mehr sein.

4.) Passende Temperatur:
Damit sich die Inhaltsstoffe optimal entfalten, muss das Teewasser sprudelnd aufkochen, bevor der Tee aufgegossen wird. Erst bei 96°C lösen sich alle Geschmacks- und Wirkstoffe aus dem Teeblatt. Schwarztee sollte grundsätzlich mit sprudelnd kochendem Wasser aufgebrüht werden. Grüner Tee wird entweder wie Schwarzer Tee zubereitet oder man entschließt sich für eine der beiden japanischen Methoden: Bei der ersten Methode sollte man das Wasser nach dem Aufkochen auf etwa 60-70°C abkühlen lassen und erst dann aufgießen. Bei der zweiten Methode wird der erste Aufguss weggeschüttet und der Tee ein zweites Mal aufgegossen - das Ergebnis ist ein milderer Geschmack.
Für welche Zubereitungsart Sie sich auch immer entscheiden, die Teekanne sollte auf jeden Fall mit heißem Wasser ausgespült und vorgewärmt werden.

5.) Optimale Ziehdauer:
Die Ziehdauer richtet sich nach dem Produkt. Bei Schwarz- oder Grüntee geben die Teeblätter nach dem Aufgießen in den ersten 2-3 Minuten ihr anregendes Koffein ab und erst danach die beruhigenden Gerbstoffe. Daher gilt: je kürzer der Tee zieht, desto belebender die Wirkung, je länger desto beruhigender. Doch nicht länger als 5 Minuten, weil der Tee dann nicht mehr stärker, sondern nur dunkler und bitter wird. Früchte- und Kräutertees sollten in der Regel 8 Minuten ziehen, aber auch hier gibt der Hersteller auf den Verpackungen eine genaue Ziehzeit an, die berücksichtigt werden sollte, damit sich Geschmacks- und Wirkstoffe am besten ent­falten können.

6.) Optimale Lagerung:
Das Teearoma ist sehr empfindlich und flüchtig, deshalb sollte der Tee so wenig wie möglich mit Sauerstoff oder fremden Gerüchen in Kontakt kommen. Zur Aufbewahrung eignen sich am besten luftdicht verschließbare Dosen, die im Schrank nicht in der Nähe von Kaffe oder stark riechenden Gewürzen stehen sollten.

Es gäbe noch so viel über dieses besondere Getränk zu erfahren. Die Experten der Teekanne, die bereits obige Informationen zur Verfügung gestellt haben, können noch mit weit mehr über den Tee und seine Geschichte, Anbau und Ernte, die verschiedensten Sorten und Geschmacksrichtungen, seine Zubereitung und Wirkung und den perfekten Teegenuß aufwarten, und Ihnen auch die eine oder andere Anekdote erzählen. All das finden Sie unter Link www.teekanne.at.

Wir wünschen ihnen viel Freude beim Lesen, Zubereiten und Genießen!

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